Nach wie vor: Hähnchenmast verhindern – in Sprötze und überall!

Liebe Anwohner_innen von Sprötze und Umgebung,

bereits im vergangenen Frühjahr machten wir Sie mit Flyern, Informationsständen und einer Mahnwache auf die Planung einer riesigen Hähnchenmastanlage in Sprötze aufmerksam. Dort sollten 36,800 Tiere eingepfercht, schnellstmöglich aufgezogen und dann zum Schlachthof abtransportiert werden. Bei diesem letzten Schritt sollte die Hähnchen nach Wietze bei Celle verbracht werden, um dem (in Planung befindlichen) größten Hähnchenschlachthof Europas zum Opfer zu fallen.

Inzwischen hat sich viel getan.

Die Debatte vergrößerte sich, und Wochenblatt (vom 19.5) und Hamburger Abendblatt (17.5.) veröffentlichten diesbezügliche Artikel. Kurz vor Inbetriebnahme brannte die Mastanlage nieder, und auch die Harburger Anzeigen und Nachrichten sowie die Zeit (23.9.) nahmen sich der Thematik an. Familie Eickhoff kündigte an, die Anlage neu aufbauen zu wollen, und zwar ‚gläsern‘ – d.h. ihre Art der Landwirtschaft öffentlicher zu gestalten. Unterstützung erhielten sie unter anderem von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Grotelüschen (CDU), die über den Betrieb ihres Ehemanns selbst in die Tierausbeutungsindustrie verstrickt ist.

Doch was hat sich wirklich geändert?

Es geht nach wie vor um ein Rad im Werk der landwirtschaftlichen Großindustrie, die Lebewesen im Akkord aufzieht, um sie wieder zu vernichten. Gläsern oder nicht.
Es geht nach wie vor um den massenweisen Ressourcenverbrauch, die zum Beispiel der Milliarde hungernder Menschen auf der Welt zu Gute kommen könnten. Zumal diese enorm ineffiziente Nahrungsmittelerzeugung Ökologie und Klima belastet – laut Welternährungsorganisation FAO stärker als der globale Verkehr.
Es geht um einen Mastbetrieb, in dem Hähnchen binnen zweier Monate ihr Gewicht versechzigfachen sollen, um dann ihr Leben für den Fleischkonsum zu verlieren – wobei vorkalkulierte fünf Prozent es nicht einmal so lange schaffen werden, sondern schon vorher an den Haltungsbedingungen zu Grunde gehen.
Es geht um einen Zulieferbetrieb für Euopas größte Tötungsanlage für Hähnchen.

gilt für uns, all das zu verhindern!

• Der Konsum von Fleisch oder die Karriere eines Landwirts und seiner Familie rechtfertigen nicht das Leiden von Tausenden Individuen.
• Ein Tüpferchen aufgehübschter Transparenz ändert nicht die grausame Realität der Mastanlage.
• Ein Leben ohne Tierfabriken, ohne Schlachthöfe ist nicht nur möglich, sondern notwendig: um der Hungerproblematik zu begegnen, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Und nicht zuletzt, um eine Gesellschaft zu erreichen, in der nicht der Luxus einiger auf dem Leiden vieler basiert.

Beteiligen Sie sich an der Unterschriftensammlung, an Protestaktionen, am Boykott von Tierprodukten!